Drei praktische Schritte zur Vermeidung von Datenverlusten durch Mitarbeiter

Drei praktische Schritte zur Vermeidung von Datenverlusten durch Mitarbeiter … 3. Teil

Nun zum letzten Beitrag zum Thema „Drei praktische Schritte zur Vermeidung von Datenverlusten durch Mitarbeiter“. Noch einmal zur Erinnerung: Im 1. Teil ging es um die Einführung von Richtlinien, in Teil 2 um die Schulung und Aufklärung der Mitarbeiter. Im 3. Teil heißt das Thema:

Machen Sie sich eine technische Lösung zunutze

Ach, wenn es nur so einfach wäre … Wenn es um Sicherheit geht, gibt es unzählige Lösungen, die Schutz vor unzähligen Risiken bieten. Egal, welche fünf Lösungen ich empfehle, irgendwer wird mir widersprechen. Trotzdem will ich es versuchen:

  • Antivirus-Programme: In letzter Zeit wurde viel darüber diskutiert, ob die Ära der Antivirus-Lösungen zu Ende ist. Die Antwort: Nein. Zwar gibt es andere Technologien, die ihre Wirkung verstärken, doch Antivirus-Programme spielen noch immer eine wichtige Rolle – und sie sind relativ kostengünstig. Achten Sie jedoch darauf, dass diese nicht nur im Netzwerk (E-Mail und Internet), sondern auch auf den Endgeräten installiert sind. Sorgen Sie dafür, dass sie immer aktuell sind.
  • Verschlüsselung auf Laptops, Firewalls, Spam-Filter, Schutzmaßnahmen für E-Mail & Internet – diese Aspekte sind hoffentlich bereits erfüllt. Falls nicht, sollten Sie unbedingt darüber nachdenken. Neben Antivirus-Programmen sind dies die besten Möglichkeiten, Ihr Unternehmen vor Hackern und Cyberangriffen schützen wollen.
  • Stellen Sie eine Lösung zum Schutz vor Datenverlust (DLP) bereit. Letztendlich sind vertrauliche Informationen Teil Ihres Unternehmens und verdienen den bestmöglichen Schutz. Mit Hilfe einer DLP-Lösung verhindern Sie, dass Hacker von außen an Ihre Daten gelangen und Ihre Daten von internen Benutzern an die falschen Empfänger gesendet oder von internen Personen mutwillig gestohlen werden. Sie ist das letzte Bollwerk Ihrer Verteidigungslinie. Noch empfehlenswerter sind verbesserte DLP-Lösungen der nächsten Generation, wie Adaptive Redaction, bei denen Herausforderungen wie das Aufhalten und Blockieren in herkömmlichen DLP-Lösungen entfallen. Zudem sollten Sie sicherstellen, dass diese Technologien an allen Ein- und Austrittspunkten greifen, denn sowohl Bösewichte als auch Unschuldslämmer werden (bewusst oder unbewusst) Ihre Schwachstellen ausnutzen.
  • Erwägen Sie die Anschaffung eines SIEM (Security Incident Event Management)-Systems. Es gibt sie zwar schon seit einer Weile, doch inzwischen sind sie mehr nicht nur für große Konzerne erhältlich, sondern auch für kleinere und mittlere Unternehmen. Solche Systeme können ganz schlicht beginnen und dann komplexer werden, sobald sich das Unternehmen besser damit auskennt.
  • Zu guter Letzt sollten Sie sich mit den neuesten Technologien befassen. Damit sind Sandboxes, Positivlisten und Netzwerkanalysen gemeint. Sie sind als Teil einer Komplettlösung zu betrachten – nicht als Komplettlösung selbst.
Drei praktische Schritte zur Vermeidung von Datenverlusten durch Mitarbeiter

Drei praktische Schritte zur Vermeidung von Datenverlusten durch Mitarbeiter … 2. Teil

Nr. 2. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter

Schulung und Aufklärung sind wahrscheinlich die kosteneffizienteste Sicherheitslösung. (Sie sind jedoch keineswegs ein Zaubermittel, d. h., Richtlinien und entsprechende Technologien sind weiterhin erforderlich.) Verlassen Sie sich bei Schulungen zum Thema Sicherheit nicht ausschließlich auf E-Learning. Dies gilt als Übung zum Ankreuzen und bequemer Ausweg für Sicherheitsrichtlinien, die auf Technologien und Bedrohungen basieren, die mindestens 5-10 Jahre veraltet sind. Empfohlenes Vorgehen:

  • Verbreiten Sie regelmäßig (etwa vierteljährlich) ein Rundschreiben zum Thema Sicherheit – entweder per E-Mail oder als Anschlag. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihre Mitarbeiter auf einen Link klicken. Veröffentlichen Sie ihn auf einer Website, aber sorgen Sie auch dafür, dass er sichtbar im Posteingang landet. Falls Sie sich fragen, was in solch einem Rundschreiben behandelt werden sollte, hier ein paar Vorschläge:
  • Sprechen Sie spezielle Fälle aus der Presse an (es gibt jede Menge), was sie für das betroffene Unternehmen bedeutet haben und was Ihr Unternehmen derzeit unternimmt (oder künftig unternehmen sollte), um das Risiko zu mindern. Oftmals haben Mitarbeiter hervorragende Ideen zur Eindämmung von Sicherheitsrisiken. Sie müssen sie nur fragen! (Und machen Sie bitte nicht den Feuermelder zum Brandstifter!)
  • Erläutern Sie die Risiken und Konsequenzen eines laxen Sicherheitsansatzes. Warum ist ein verloren gegangener Laptop nicht nur für den Mitarbeiter, sondern für das Unternehmen ein Problem? Warum kann eine falsch adressierte E-Mail den Ruf schädigen?
  • Wenn Sie planen, neue Technologien einzuführen, ermöglichen Sie vorab einen Dialog. Erklären Sie, welche Risiken eingedämmt werden sollen, und wie. Sicherheitsmaßnahmen gehen meist zulasten der Mitarbeiter, was weitere Probleme nach sich zieht. Durch ein offenes Gespräch und die Einbeziehung der Mitarbeiter können Sie Fragen klären, bevor sie zu Problemen werden.
  • Sprechen Sie die Mitarbeiter direkt an. „Behandeln Sie die Daten anderer so, wie Sie Ihre eigenen Daten geschützt sehen möchten.“ Machen Sie Pressemeldungen zu schlechtem Vorgehen ausfindig, und stellen Sie ihnen Ihre erfolgreichen Methoden gegenüber.